Nachwuchskräfte bundesweit angereist

BIM SUMMER SCHOOL an der Uni Wuppertal ist gestartet

22. Juli 2019. Heute hat die bundesweit erste BIM SUMMER SCHOOL begonnen: 18 Master-Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens aus ganz Deutschland haben sich im BIMlab an der Bergischen Universität Wuppertal getroffen, um sich in dem erstmalig stattfindenden Weiterbildungsprogramm auf ihre berufliche Zukunft in einer zunehmend digitalisierten Bauwirtschaft vorzubereiten.

Die Universität Wuppertal als Initiatorin und Verantwortliche für die Lehrinhalte und die LIST Gruppe als Partner aus der Wirtschaft haben die BIM SUMMER SCHOOL ins Leben gerufen, um die Digitalisierungskompetenzen in der Bauwirtschaft zu stärken. „Der Digitalisierungsprozess der Immobilienbranche kommt in Bewegung. Die Einrichtung des nationalen BIM-Kompetenzzentrums ist dabei nur ein Beispiel. Gleichzeitig besteht in unserer Branche Nachholbedarf im Aufbau von Know-How beim Ingenieur-Nachwuchs. Mit der BIM SUMMER SCHOOL machen wir einen Schritt in Richtung Ausbau solcher Weiterbildungsmöglichkeiten“, erklärt Kai Brandt, Geschäftsführer von LIST Digital.

Die Universität Wuppertal bietet mit der BIM SUMMER SCHOOL Studierenden aller Hochschulen die Chance, sich in der vorlesungsfreien Zeit zum Thema BIM (Building Information Modeling) weiterzubilden. In modernen Schulungseinrichtungen wie dem BIMlab und einem Virtual und Augmented Reality Labor erfahren die Teilnehmer mehr über die Methode BIM und haben Gelegenheit, sich mit den Werkzeugen vertraut zu machen. Manfred Helmus, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Universität Wuppertal, begrüßte am Morgen die Teilnehmer: „Seit mehr als 10 Jahren beschäftigen wir uns mit der Digitalisierung der Bauwirtschaft und damit wir dieses Wissen an Sie weitergeben können, haben wir die BIM SUMMER SCHOOL entwickelt. Darüber, dass Sie diese Chance zur Weiterbildung wahrnehmen, freuen wir uns sehr. Ich bin sicher, dass Sie von den Kompetenzen und Erfahrungen hier profitieren werden und wir sind schon sehr gespannt darauf zu sehen, wie Sie das Erlernte in der Praxisaufgabe anwenden werden.“

Die Leiterin der Forschung zum Thema BIM an der Uni Wuppertal, Anica Meins-Becker, und die Leiterin des BIM-Labors, Agnes Kelm, haben ein spannendes Programm für die Studierenden ausgearbeitet: Auf dem Vorlesungsplan stehen unter anderem Werkzeuge wie Drohnen und Laserscan, verschiedene Programme zur BIM-basierten Planung und Visualisierungen in Virtual Reality. Vermittelt werden soll ein ganzheitliches Verständnis dafür, dass BIM für jede Phase des Lebenszyklus einer Immobilie von Bedeutung ist. Nach der theoretischen Einführung erhalten die Teilnehmer eine Praxisaufgabe: Für das Bauvorhaben „Campus Haspel“ der Uni Wuppertal soll ein Lern- und Ausstellungspavillon BIM-basiert entwickelt werden.

Nach der einwöchigen Präsenzphase an der Bergischen Universität Wuppertal haben die Studierenden vier Wochen Zeit, diese Aufgabe in Teams zu bearbeiten. Die Präsentation der Ausarbeitungen und die Preisverleihung finden am 30. August statt. Angelina Fischer von der Hochschule RheinMain in Wiesbaden, ist von dem Angebot der BIM SUMMER SCHOOL begeistert: „Ich bin ‚BIM-Neuling‘ und freue mich auf den Einstieg in das Thema und darauf zu lernen, wie man mit der Methode umgeht. Denn BIM ist da, BIM kommt. So kann ich mich auf das Zukunftsthema vorbereiten.“ Ebenso Derman Dinc von der Uni Kassel wollte es sich nicht nehmen lassen, in den Austausch mit anderen Nachwuchskräften zu treten: „Für uns angehende Planer ist es essenziell, sich fortzubilden, neue Ansätze kennenzulernen und sich mit anderen Fachkräften zu vernetzen. Dafür ist die BIM SUMMER SCHOOL ideal. Solche Weiterbildungen machen uns persönlich auch auf dem Arbeitsmarkt attraktiver.“

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